Titanpad (Stand 16.03.2016)

Ziele des Arbeitskreises Energie:
1. Image der Energiewende in Wöllstein befördern
2. Versorgungssicherheit auch weiterhin gewährleisten
3. Nachhaltigkeit
4. Neuerungen vorstellen
5. Sparsam wirtschaften
6. Aufklärung & PR
7. gemeindliche Gebäudewirtschaft
8. Energiewanderung
9. Energiegenossenschaft
10. gemeinsame Aktivitäten, z.B. Besichtigungsfahrten
11. Anlaufstelle für Informationen und Nachfragen
12. Geselligkeit
13. Energie + – Dorf
14. Armut bekämpfen
15. Fortbildung
Zu 1: Begriffe, welche mit der Energiewende verbunden wurden waren z.B. Atomausstieg, Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien, Umweltschutz. Das Image fördern kann man z.B.  mit einer begeisternden Vision. Vielleicht etwas wie: „Energiewende und Nachhaltigkeit sind eine notwendige Voraussetzung für eine dauerhafte Besiedelung der Erde durch uns Menschen. Jeder, der sich zukünftigen Generationen verpflichtet fühlt, jeder der zukünftigen Generationen ein lebenswertes Leben ermöglichen will, muß sich für die Energiewende und Nachhaltigkeit einsetzen.“ 
Zu 2: Versorgungssicherheit wird mittel- und langfristig davon abhängen, daß wir lokal gewonnene Energie speichern können. Speicherung ist auf verschiedene Arten möglich. Wirklich große Mengen Energie können durch einen Gasspeicher gespeichert werden. Ein Speichersee oder ein Pumpkraftwerk können wir nicht stemmen. Mittelgroße Mengen lassen sich durch Preßluft oder Schwungräder speichern. Denzentrale Speicherung, z.B. durch Nachtspeicheröfen oder in E-Autos, läßt sich viel leichter umsetzen. Effiziente Heizsysteme wie Infrarotheizungen tragen zukünftig ebenfalls zur Versorgungssicherheit bei. Bei Neubauten können große Speicher direkt mitgeplant und gebaut werden, z.B. ein Tank unter dem Haus. Dabei stellt sich jedoch das Problem, daß gerade junge bauende Familien kaum Geld für energieeffizientes Bauen erhalten und die Amortisierung der Investition so lange dauert. Viele ökologisch sinnvolle Investitionen werden vor allem vom Idealismus getragen. 
Großprojekte wie in Landau (http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermiekraftwerk_Landau) oder in Steinweiler (http://www.big-steinweiler.de/web/) rufen unterschiedliche Reaktionen hervor. Im Ergebnis wird es wie bei allen komplexen Projekten sein: kein Mensch kann mit vertretbarem Aufwand eine stabile Kosten-Nutzung-Schätzung abgeben. Entweder man will es oder man will es nicht. Mit den Konsequenzen muß man leben.
Zu 3: Nachhaltigkeit verstehe ich sozial, wirtschaftlich und umweltbezogen. Selbstverständlich lassen sich nicht alle drei Ziele gleichermaßen optimieren, müssen aber alle berücksichtigt werden, um eine dauerhafte gute Lösung zu erreichen. Nachhaltig ist z.B. auch eine Einrichtung wie das Repair-Cafe-Projekt, nun auch in KH: 
ajk.blogsport.de, künftige Experten können unter AJK-BadKreuznach@gmx.de  
Grundlegende Infos unter http://repaircafe.org/de/
Nachhaltigkeit ist schwierig zu messen. Ein Versuch findet sich unter
www.denkwerkzukunft.de
4. PCF-Äquivalent: CO2-Abdrucksvergleich für Nahrungsmittel! Energiegehalt unberücksichtigt, reiner Massevergleich, weiter aufbereiten! Rindfleisch ist die Sauerei wg. des Methans!
Mettlach: super Mülltrenn-System
Zu 5: Sparsam wirtschaften ist auf allen Ebenen denkbar. Für die privaten Haushalte könnte man in Zusammenarbeit mit der Gemeinde kostenlose Energieberatungen anbieten und Unterstützung bei der Umstellung auf sparsamere Technik in Aussicht stellen. Die Gemeinde zahlt ca. 23 Ct. je kWh und verbrauchte 191.265 kWh.
Zu 6: Aufklärung & PR: aus Nr. 1 können FAQ erstellt werden. Das Rad muß aber nicht neu erfunden werden: es existieren bestimmt schon viele gute Informationen, die sich zu einer Broschüre o.ä. zusammen stellen lassen. Informiert werden könnten z.B. Neubürger oder alle Bürger über das VG-Blatt. Die Ergebnisse der Begutachtung aus Sprendlingen sind lesenswert: http://www.sprendlingen-gensingen.de/vg_sprendlingen_gensingen/Wirtschaft/Energie/2010-06-28_Ergebnisse_KSI_Sprendlingen-Gensingen.pdf
Die Energieagentur Sprendlingen-Gensingen ist hier aktiv. Infos z.B. unter http://www.energieagentur-sg.de/
Das bundesweiter Konzept des Netzausbaus läßt sich unter http://www.netzausbau.de beobachten.
Ausgangspunkt für die Entwicklung war in Sprendlingen das Klimaschutzkonzept. T. Angermann versucht das Klimaschutzkonzept für Wöllstein anzupassen. Ob die VG eine Fachkraft für solche Arbeiten freistellt oder einstellt ist beim VG-BM abzuklären.
Die Energiewanderung könnte neben den Anlaufstellen in Siefersheim (Hr. Lichtenfels!) auch eine PV-Anlage (Hr. Walper) und eine Dachflächenheizung (Hr. Pfeiffer). Unter
http://www.hessen-nachhaltig.de/web/100-kommunen-fur-den-klimaschutz/unterzeichnerkommunen1 finden sich u.a. die Liste der Gemeinden, welche die Klimaschutz-Charta unterschrieben haben, sowie diverse Links.
Windenergie ist nicht ohne Risiken: Werner Daldorf – Studie zu Windparks; siehe auch Dokument http://www.energieverbraucher.de/de/Geldanlagen__184/
Prof. Uwe Leprich
Regeln für EVU: s.a. Geli Gas, GPKE / 
* Weg zur klimaneutralen Kommune:
* CO2-Rechner des Umweltbundesamts: http://uba.klimaktiv-co2-rechner.de/de_DE/page/
* Umweltlabel hitnerfragen: label-online.de
* Wirtschaft pro Klima (www.wirtschaft-pro-klima.de): rund 50 Unternehmen
haben Klimaschutzmaßnahmen veröffentlicht, 200 Praxisbeispiele für
Maßnahmen
* LED-Kampagne „Klares Licht“: Baum e.V. – Mitglieder erhalten ein digitales
Aufnahmewerkzeug für die Lampen, Team von „Klares Licht“ wertet aus und
rechnet. Hilft auch bei Einkauf und Abwicklung. Der Zukunftsfond steht für
die Finanzierung zur Verfügung. Kontakt: Dieter Brübach, 0511 165 00 21
oder klareslicht@baumev.de
* Baum – Zukunftsfond: Genossenschaft mit 100 € Zeichnung und 900 €
Darlehen, verzinst mit 3,5% – 5%
Regionale Zukunftsfonds sind ebenfalls darstellbar.  Baum Zukunftsfond eG
unterstützt interessierte Regionen und Kommunen bei der Entwicklung eines
Plans für ihr künftiges Energieversorgungssystem, bei Gründung einer
regionalen Zukunftsfond-Genossenschaft und der Konzeption eines regionalen
Zukunftsprogramms bis hin zur Klimaneutralität.
* Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit: 30 Hochschulen haben sich vernetzt und
bieten virtuelle Lehrveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit an. Weitere
Infos unter
oder
* OpenSource für alles, z.B. Pläne für Plastikrecycling, Solaranlage oder
elektrisches Kleinauto:
www.dailygood.org/story/728/10-open-hardware-projects-to-save-the-earth-tristan-copley-smith
* Öfen sanieren: ab 01.01.2015 gelten neue Grenzwerte für Öfen (vgl. 1.
Bundes-Immissionsschutzverordnung, kurz 1. BImSchV) mit diversen
Übergangs- und Ausnahmeregelungen.
* Europäer halten Umweltschutz für wichtig und wirtschaftlich sinnvoll:
Enthält in englischer Sprache umfangreiche Informationen zur Meinung
Europäer zahlreicher Länder.
* Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen:
Machbarkeitsstudie zur großtechnischen Phosphorrückgewinnung in Göppingen
Rückgewinnung aus Aschen in den Verbrennungsanlagen Stuttgart, Karslrude
und Ulm/Neu-Ulm
In Offenburg (BW) ist bereits eine Pilotanlage in Betrieb, bis zu 90%
könnten wieder gewonnen werden
Ergebnisse, Studien und weitere Informationen unter
* Recycling von Blei-Batterien: aus alten Autobatterien günstige Solarpanels:
* Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme stellt die kompletten
elektrischen Energiedaten zeitnah und kostenlos zur Verfügung:
www.energy-charts.de
* Frauenhoferinstitut: Studie zu den unterschiedlichen Energiesparmaßnahmen von Dämmung über PV etc.:
Klein Eden – Abwärmenutzung
Zu 7: gemeindliche Gebäudewirtschaft: bestimmte Maßnahmen können von den Bewohnern in Eigenregie umgesetzt werden, wenn die Gemeinde ihnen das Material stellt (Dämmen der oberen Geschoßdecke, Dämmen der Kellerdecke). Durch Contracting können gemeindliche Investitionen vorweggenommen werden, ohne daß es den Haushalt belastet oder die Kaltmiete erhöht.
Zu 9: Energiegenossenschaft: s. bspw. http://www.buerger-energiegenossenschaft.de/; das nächste Beispiel ist die Bürgergenossenschaft Rheinhessen in Gensingen, s.a. http://buergergenossenschaft-rheinhessen.de/die-buergergenossenschaft/ Hier könnten wir uns in bestehende Strukturen integrieren oder kennen lernen. Diese wiederum sind an der Rheinhessen – Energie GmbH beteiligt, welche die regionale Energieversorgung wieder in gemeindliche Hände legt. Eine gemeindliches Vehikel für Finanzierungszwecke könnte jungen Familien bei ihrem Bau unter die Arme greifen. Auch die Genossenschaft Alzey-Land kann als Vorbild dienen (http://www.energie-alzeyer-land.de/). Auf der CD „Genossenschaft Gründen“ des DGRV findet sich eine fachkundig erstellte Anleitung (lagert bei T. Angermann).
Die HEG Heidelberger Energiegenossenschaft eG (www.heidelberger-energiegenossenschaft.de/) hat sich mit zahlreichen weiteren Bürgergenossenschaften zu den Bürgerwerken (http://buergerwerke.de/) zusammen geschlossen, die inzwischen 36 Bürgergenossenschaften bündeln. Ein Teil des Services kann von der MVV übernommen werde (https://www.mvv-energie.de/de/startseite.jsp).
Zu 10: Besichtigen könnten wir die Projekte der Energiegenossenschaft Rheinhessen, nämlich die Photovoltaik Dachfläche Mainzer Volksbank Gensingen. Interessiert an einer Besichtigung bei Juwi sind Hr. Eppelmann (Samstag, Mo, Di, Mi ab 17 Uhr), Fr. Rother (Di, Mi, Do abends), die Eheleute Pfeifer und Hr. Hess.
Zu 11: als Anlaufstelle sollten wir eine homepage erstellen. Vorschläge für den Namen? In Sprendlingen-Gensingen ist Ansprechpartner Hr. Pfaff ( Tel. 06701 – 201 410). Die Fortbildung kommunaler Klimaschützer ist ggf. über http://kommunen.klimaschutz.de/portal.html möglich. Ein neuer Think Tank, die „Earth League“, veröffentlicht unter http://www.the-earth-league.org/
2014:     Gas:     Verbandsgemeinde Wöllstein: 67 573 129 kWh 
                        Wöllstein Ortsgemeinde 45 215 549 kWh
          Strom.    Verbandsgemeinde Wöllstein 67 993 032 kWh 
                          Wöllstein Ortsgemeinde 30 753 902 kWh                        
                          
Statistisches Landesamt (31.12.2013): OG Wöllstein:
4.552 Einwohner und 1.897 Wohnungen 
Männer: 2.362
Frauen:2.190
Deutsche: 4.220
Ausländer: 332
Wohnungsbestand (31.12.2013)
Gebäude mit einer Wohnung: 988
Gebäude mit zwei Wohnungen: 166 mit 332 Wohnungen
Gebäude mit drei und mehr Wohnungen: 108 mit 577 Wohnungen
Insgesamt:
1.262 Gebäude, 1.897 Wohnungen
Wichtig bei Mikrowellen ist der Standby-Verbrauch.
Zu 12: zur Förderung der Geselligkeit könnten wir im Anschluß an die Sitzung des AK die Wöllsteiner Gaststätten auf ihre Nachhaltigkeit in Augenschein nehmen. Der Römer wurde am 08.01.14 besichtigt. Auch die Taberna Nisa wurde nach einer Sitzung auf ihre Nachhaltigkeit geprüft.
+1
Zu 13: Das Energie + Dorf läßt sich nicht in einem Schritt erreichen. Bis 2050 sollten wir es geschafft haben. Bis 2020 sollten wir bei 40% sein (2030: 60% / 2040: 80% / 2050: 100%). Damit wir uns messen können, benötigen wir Infos über den aktuellen Stand der regenerativen Energieerzeugung und den aktuellen Verbrauch von Gas und Strom (ohne Industriekunden). Für die 100% müssen wir entscheiden, ob wir JuWö hineinrechnen wollen oder nicht.
Wilpoldsried hat es geschafft:  http://www.wildpoldsried.de/index.shtml?Energie
Morbach hat es geschafft: http://www.energielandschaft.de/ 
Viele andere sind auf dem Weg, helfen sich gegenseitig und erreichen gemeinsam mehr:
Zu 14: Armut bekämpfen können wir durch Unterstützung bedürftiger Familien bei dem Weg zum Energie + Dorf. In Frage kommen z.B. Strompatenschaften (Differenz zwischen Grundversorger und Ökostromanbieter wird zugezahlt), Investitionsbeihilfen in Dämmung,  Haushaltsgeräte und Leuchtmittel etc.
Zu 15: Fortbildung: Kontakt zum Energieberatungszentrum Sprendlingen oder Mainz-Bingen; bietet die Kreisverwaltung Alzey-Worms auch solche Fortbildungen an? VHS?
Einsatzkräfte:
Herr Pfeiffer möchte sich um das Thema LEDs in Wöllstein kümmern und um eine sinnvolle Versorgungsalternative für das Neubaugebiet
Herr Schrödter macht sich schlau über Freie Energie, Brown´sches Gas, Charles Flinn, Ceolith, alternative Wärmespeicherung etc. Jede Minute in andere Energie investiert sieht er als verschwendet an.  
Herr Hess hilft gerne nach Absprache bei konkreten Projekten.
Herr Schön, Herr Prof. Dr. Fender: möchten das autarke Haus bauen und vorstellen. Zu Präsentationszwecken könnten Modelle oder PC-Simulationen etc. eingesetzt werden. „0-Energie-Haus unter 10 T€“ könnte ein Thema werden.
Herr Prof. Dr. Fender: interessiert sich insb. für BHKW und Stromeinspeisung durch Notstromaggregate. BHKW´s müssen aufgrund ihrer präzisen Fertigung und Wartungsarmut so teuer sein.
Herr Angermann: Finanzierung von Maßnahmen, passende Struktur, Energiekonzept, Anschluss an Zeitbank
Zentrale Ansprechpartner in der OG und VG:
OBM Müller
VGBM Rocker
Herr Räuschle, VG (Leiter AöR, Leiter Wasserwerk)