Sitzung am 28.9.2016

Unter neuer Führung arbeitet der Arbeitskreis strukturiert und entschlossen weiter.

0.Genehmigung der Tagesordnung

1.Bericht über die Zeit seit der letzten Sitzung

2.Wahl des neuen Vorsitzenden

3.Bericht zur PV-Anlage der Gemeindehalle

4.Bericht zur Heizungsanlage der Gemeindehalle

5.Bericht zur 10kW-PV-Anlage eines Privathauses

6.LED-Starßenbeleuchtung

7.Ideensammlung zu neuen Aktivitäten und Start dazu

8.Verschiedenes

Befragung 2016

(verteilt an die Bürgermeister, die politischen Parteien, die im Gewerbeverein organisierte Industrie und Unternehmen)

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die Arbeit des Arbeitskreises Energie, entstanden als Bürgerbeteiligung aus der Dorfmoderation Wöllstein, ist es wichtig, aktuelle Informationen zusammen zu tragen und zu publizieren. Daher bitte ich um zehn Minuten Ihrer Zeit, um die nachfolgenden Fragen zu beantworten. Die Antworten werden ausgewertet und publiziert. Die Fragen habe ich vorangestellt. Den gesamten zur Veröffentlichung bestimmten Text nebst Quellen und Links füge ich zu Ihrer Kenntnis ebenfalls bei.
Besten Dank vorab.

Mit freundlichen Grüßen,
Terrance Angermann

Fragen:

Projekte 2016

Projekte 2016:

  1. Konzept Heizungsoptimierung des Gemeindezentrums: die vorhandenen Daten sollen ausgewertet werden. Hilfreich könnte ein Abgleich mit den Daten der örtlichen Wetterstation sein, abzurufen unter (http://www.dlr-rheinpfalz.rlp.de/Internet/global/inetcntr.nsf/dlr_web_full.xsp?src=9I2M117T4W&p1=title%3DW%C3%B6llstein~~url%3D%2FInternet%2FAM%2FNotesAM.nsf%2Famwebga%2F99129BAFAEAD6065C1257B6B0042A65C%3FOpenDocument).

Die Bürgermeisterin könnte eingebunden werden.

(Federführung: Gerhard Pfeifer, Bernd Schön)

 

  1. PV Bericht 2015 und Entwicklung: die gemeindliche PV hat weiterhin gute Ergebnisse erzielt; die Zahlen werden dem Gemeinderat von Herrn Pfeifer in der nächsten Sitzung vorgestellt.

Die Differenz zwischen Eigenverbrauchersparnis und Einspeisevergütung könnte Ansatzpunkt für die Nutzung von Batterien sein. Hr. Schober hat hierzu weitere Informationen, zu klären sind auch Stillstandsverluste und Ladungszyklen.

(Federführung: Terrance Angermann)

Nachhaltig investieren

Um die Energiewende hier in Wöllstein zu beschleunigen braucht es Partizipation. Partizipation beschäftigt sich mit dem Wie, nicht mit dem Ob. Wir brauchen Einsicht, Nutzen und Identifikation. Aus den Erfahrungen anderer lokaler Gruppen ergibt sich, dass wir nur dann vorankommen, wenn wir Geld in die Hand nehmen und investieren. Nur so werden wir die kleinen Ölscheichs von morgen und motivieren zuletzt auch durch Neid weiteres Engagement.
Bitte entscheiden Sie, wie viel Ihnen die Energiewende in Wöllstein wert ist und zwar für eine langfristige, nachhaltige, monatliche Investition. Würden Sie beispielsweise monatlich 250 € über die nächsten 10 Jahre investieren und hätten eine Rendite von 4%, wären das am Ende fast 37.000 €.
Das politische Gewicht einer Gruppe Aktiver, die auch zu Investitionen bereit ist, ist größer. So haben wir bessere Chancen, die Unterstützung der Ortsbürgermeister und des VG-Bürgermeisters zu gewinnen.

Nachhaltiges Neubaugebiet

Im Rahmen der Planung des Neubaugebiets ist auch das Moment der Nachhaltigkeit zu verankern. Der AK Energie wird dieses Thema in den Entscheidungsprozess einbringen.  Dabei sollten neben der Energieerzeugung auch das Thema Energieeinsparung mitgedacht werden. Gerade beim Wassermanagement kommen in den nächsten Jahrzehnten Aufgaben auf uns zu, die jetzt schon mitgedacht werden sollten. Wir haben internationale Fachleute in der Nähe, sprich das IWAR an der TU Darmstadt. Dort wird erforscht, wie der Wasserverbrauch massiv eingespart und die Resource Abwasser genutzt werden kann. Zentral ist wohl eine Trennung von Grau- und Schwarzwasser. Hier kann die Gemeinde zukunftsweisend Bebauung fördern und das Brauchwasser könnte noch zur Beheizung eingesetzt werden.
Mir spukt seit einiger Zeit der große Wassertank (Youtube) im Kopf herum.
Für 7.000 kWh (ein Niedrigenergie-Einfamilienhaus) braucht man angeblich 180 Kubikmeter externen Wasserspeicher (statt intern 37). Wenn man nun solche Speicher mit Luftwärmepumpen oder Solarthermie auch im Winter tagsüber beheizt, könnte man dann vielleicht eine ganze Neubausiedlung damit versorgen?

2. Treffen AK regenerative Energien

Am 07.10. fanden wir uns zur Sitzung des AK regenerative Energien in Sprendlingen ein. Für mich stand das Treffen unter dem Motto „gemeinsam mehr erreichen“. Der Arbeitskreis wird von Hr. Dr. Fischer geleitet. Begrüßt wurden wir von Hr. VGBM Scherer und auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Bei dem Erfahrungsaustausch fiel die Parallelität der Erfahrungen auf. Das Thema bewegt trotz erheblichem getriebenen Aufwands kaum jemand. Gerade diejenigen Haushalte, welche man am dringendsten erreichen müßte, zeigen kein Interesse. Gleichwohl ist der Arbeitskreis hartnäckig: bislang wurden ca. 50 Maßnahmen gefördert. Dabei wurden in den letzten fünf Jahren mit 25 T€ Fördermittel 250 T€ an Investitionen in privaten Haushalten ausgelöst. Beratungen werden i.d.R. vor Ort in der Energieagentur angenommen; spezielle Veranstaltungen hätten allerdings regen Zulauf. Dies sei ohne das Klimaschutzkonzept und die hiernach eingestellten Mitarbeiter und die Energieagentur nicht möglich gewesen.

Auftaktveranstaltung Smart Villages

Auftaktveranstaltung Smart Villages

bei der Veranstaltung gestern Abend sprachen Dr. Alexander Reis vom IfaA, Uni Birkenfeld und Dr. Petra Gruner-Bauer von SOLIX ENERGIE aus Bürgerhand Rheinhessen eG.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit Grußworten des Landrats und des 1. Beigeordneten, die verhindert waren. Vorgestellt wurde der Klimaschutzmanager des Landkreises Alzey – Worms. Dennis Rodler (rodler.dennis@alzey-worms.de) konnte gefördert eingestelllt werden, weil zuvor das Klimaschutzkonzept des Landkreises erstellt worden war.

Vorbereitung 2. Treffen der AK Energie Wöllstein und AK regenerative Energien Sprendlingen

Die Besprechung mit Hr. VGBM Scherer und Frau Müller war sehr positiv. Mit dem Arbeitskreis in Verbindung stehen die Einzelmaßnahmen Energiemonitoring öffentlicher Gebäude, die Energiesparmesse (alle 2 Jahre), das Klimaschutzkonzept, Klimaschutz- und Energieperimente mit Kindern, die Handysammelaktion und diverse gut besuchte Infoveranstaltungen. Die Nahwärmeversorgung für die öffentlichen Gebäude arbeite wirtschaftlich, ebenso wie das Brennstoffzellen – BHKW. Aktuell suche der Arbeitskreis nach neuen Betätigungsfeldern. Für den Wissenstransfer und Unterstützung auf dem Weg würden sich sicherlich Helfer finden. Wir dürfen an den Sitzungen teilnehmen. Die nächste Sitzung ist am 08.10. in Sprendlingen. Wer hinfahren möchte gibt mir bitte Bescheid, damit wir gemeinsam fahren können.

Gemeindliche Photovoltaik

G. Pfeiffer stellte die Zahlen der PV-Anlagen der Ortsgemeinde vor. Mit den installierten 30 kWp auf dem Gemeindezentrum wurden im Jahr 2014 32.800 kWh Strom erzeugt. Zur gleichen Zeit verbrauchten Gemeindezentrum und Kindergarten rund 58.000 kWh Strom. Bilanziell deckt die Gemeide also über 55% ihres dortigen Strombedarfs selbst. Der tatsächliche Eigenverbrauch lag bei 17.800 kWh. Dieser Strom wurde also zeitgleich erzeugt und verbraucht, während die restlichen 15.000 kWh eingespeist wurden. Der selbst verbrauchte Strom hätte bei Bezug aus dem Netz rund 4.000 € gekostet, für den eingespeisten Strom wurden rund 2.000 € vergütet. Damit erwirtschaftete die Anlage im Jahr 2014 über 10% ihrer Erstellungskosten. Ausgerichtet ist die Anlage nach Süd-Ost. Nächster Schritt ist nun die Überlegung, wie durch Batterien der Anteil des Eigenverbrauchs erhöht werden kann.