Bericht zur Sitzung vom 23.11.2016

1.Genehmigung der Tagesordnung

2.Speicherung von erneuerbaren Energien (power to gas) Vortrag von Dr.Missal, e-rp,-Kibo

3.Termin für die nächste Sitzung am  Mi.,18.1.2017; 19:00

4.Verschiedenes

 

1.Einstimmige Genehmigung der Tagesordnung.

2. Speicherung von erneuerbaren Energien (power to gas:Ptg) Vortrag von Dr.Missal, e-rp,

 

Dr.Missal leitet ein Forschungsprojekt, das eine Speicherung von regenerativen Energien durch eine Verbindung von Gasnetz und Elektrizitätsnetz in Kirchheimbolanden zum Thema hat. In Fachkreisen spricht man inzwischen von der Sektorenkopplung. Das Projekt KiboEnergy hat einen Etat von 2,5 Millionen Euro und läuft 3 Jahre. Die stark schwankenden regenerativen Energien von Wind und Sonne sollen in Überschußzeiten gespeichert werden und für Zeiten von Flaute und Dunkelheit verfügbar sein. Dr. Missal betrachtet nicht nur die Stromversorgung, sondern auch das Gasnetz und die Wärmeversorgung von Haushalten, Gewerbe und Industrie. In dem Gebiet sind 36MW Windkraft, 7MW Photovoltaik in einem PV-Park, 5 MW Photovoltaik auf den Dächern von Häusern und eine Biogasanlagen installiert (s.untenstehendes Bild der e-rp). In Alzey sind bei einem anderen PtG-Projekt der e-rp 37 energieautarke Reihenhäuser in Planung.

Sein brillanter Vortrag lief In „Kürze mit Würze“. Dem kurzweiligen und gut verständlichen Vortrag schloß sich eine lebendige Diskussion an.

Ein Zuhörer schlug vor, daß ein Herunterregeln oder Abschalten von Windrädern und Photovoltaic billiger und besser ist als ein Speichern von überschüssiger Energie. Dem widersprach die Runde. Als Protokollführer stelle ich jetzt fest, daß mir als Diskussionsleiter in der lebhaften Diskusion kaum Zeit für sorgfältige Notizen blieb. Daher kennzeichne ich das Folgende als meine Meinung: Wenn man Speicheranlagen für Energie nur wenige Stunden pro Jahr, also beispielsweise nur 8 Stunden pro Jahr nutzt, wird die Berechtigung für deren Investitionskosten kaum begründbar sein. Da aber im Kibo-Projekt große Betriebszeiten zu erwarten sind, macht die Investition Sinn. Ist es nicht phantastisch, daß hier in RLP ein für  Deutschland und auch Europa bahnbrechendes Projekt zur zukünftigen Energieversorgung läuft? Woher soll den die Energie kommen, wenn Öl und Erdgas aufgebraucht sind? Die AKW`s werden abgeschaltet. Diese asozialen Kraftwerke sind außerdem nur grundlastfähig und können keine schwankende Energienachfrage bedienen.

Zur Umwandlung von power, bzw. überschüssigem Strom aus regenerativen Energien in Gas oder Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser wurde von 90% und mehr Wirkungsgrad in PEM-Brennstoffzellen mit 12 bar Betriebsdruck berichtet. Im Folgeprozeß entsteht unter Verbrauch von CO2 bzw. Kohlendioxyd das Gas Methan. Dieses kann man in Drucktanks, aber auch im schon vorhandenen Erdgasnetz speichern und mit der Biogasproduktion abstimmen. Auch hierzu kam von einem Zuhörer der Einwand „das geht nicht, das Gasnetz hat wenig Speicherkapazität und der Druck muß in engen Grenzen bleiben“. Um so wichtiger ist hier das von Dr.Missal vorgestellte komplexe Regelmodell mit Erfassung des Wetters und der zeitlichen Verläufe von Energiequellen und Energieverbräuchen bis hin in jeden Haushalt.

Von mir wurde im Hinblick auf Autofahrer gefragt, ob auch die Herstellung von benzinähnlichem Methanol aus Wasserstoff untersucht wird. Das sei gut möglich, aber nicht im Projekt geplant, bekam ich zur Antwort.

3.Die nächste Sitzung findet am  Mi.,18.1.2017; 19:00 Uhr statt.

4.Es wird ein frohes Fest und ein gutes Neues Jahr gewünscht.

 

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