Stadtwerke Bad Kreuznach: Veranstaltung zum Stand der Energiewende

Am 27.11. nahmen K. Rother und T. Angermann an der Veranstaltung der Stadtwerke Bad Kreuznach zum Stand der Energiewende eingeladen und nahmen viele Eindrücke mit.

Erfreulich waren besonders die Ausführungen von Prof. R. Simon (FH Bingen): Mit dem virtuellen Kraftwerk und schlauer Laststeuerung können ohne nennenswerte Kosten beträchtliche Energiemengen „gespeichert“ werden. Die EWR baue ein Nahwärmenetz in Worms mit einer Amortisationszeit von 2,6a.  Mit Ökostrom könne auch in Überflußzeiten geheizt werden, auch wenn der Wirkungsgrad nicht perfekt sei. Problematisch seien die Gegensätze von markt- und netzgeführter Flexibilität. Aktuell würde die TSB sich mit der Ausstattung von Wohngebieten mit Nahwärme durch Wärmepumpen intensiv auseinander setzen.

Frau Müller vom BDEW sah naturgemäß einige Dinge anders. Gleichwohl wird die Energiewende gegen die energieerzeugenden Unternehmen nicht gelingen, sodaß auch deren Interessen mitgedacht werden müssen. Die paradoxe Situation, daß alte abgeschriebene Kohlekraftwerke weiter betrieben werden und moderne Gaskraftwerke wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit abgeschaltet werden sollen, ist der richtige Zeitpunkt um über Ankauf oder Enteignung gegen Entschädigung nachzudenken. Die Fähigkeit Regelleistung zur Verfügung zu stellen darf man als staatliche Aufgabe im Rahmen der Daseinsfürsorge betrachten.

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