Sitzung vom 04.06.2014

Die Sitzung wurde von Prof. Dr. M. Fenders Vortrag über die Verteilnetzstudie geprägt. Hervorzuheben ist die Kernaussage der Studie, die eine bilanzielle Vollversorgung aus erneuerbaren Energien für RLP bis 2030 für möglich erklärt. Die notwendigen Investitionen seien bei intelligentem Vorgehen um fast 50% zu reduzieren, wenn ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werde. Der Vortrag nahm u.a. Bezug auf die 16 konkreten Empfehlungen an die Politik, die auf dem Weg zur Quasi-Autarkie notwendig seien. Als wichtigste Maßnahme aus seiner Sicht auf kommunaler Ebene nannte Herr Fender die Kontrolle über die gemeindlichen Gas- und Stromnetze und die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung. Der zentrale Kritikpunkt aus dem Auditorium an der Studie war die dort gewählte Bedeutung der Technologie „Power-to-heat“, welche aktuell kaum eine Rolle spielt. Das Vortragsskript werde ich nach Erhalt dem AK zur Verfügung stellen. Herrn Fender danke ich besonders für die Bereitschaft auf die Fragen und Anmerkungen der Zuhörer einzugehen.

Dr. Ing. Peter Missal, Geschäftsführer der e rp GmbH, hat die Bereitschaft signalisiert, dem AK das aktuelle Forschungsprojekt „power-to-gas“ in der Kibo vorzustellen. Diese Technologie hat das Potential die Energieprobleme abschließend zu lösen, weil aus bilanzieller Autarkie über die Speichermöglichkeiten des Gasnetzes Autarkie rund um die Uhr werden kann.

Als Vehikel für finanzielle Aktionen der an der Energiewende interessierten Bürger Wöllsteins könnte neben der Genossenschaft auch ein Verein oder eine privatwirtschaftliche Rechtsform sein. Weitere Informationen hierzu folgen nach.

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